Mehr Effizienz in der Lieferkette dank optimaler Lkw-Auslastung.
Intelligentere Planung. Optimale Lkw Auslastung. Geringere Kosten.
In einem hart umkämpften Markt sind Effizienz und Präzision der Schlüssel zum Erfolg. Diese Geschichte zeigt, wie Technologie die Leistung der Lieferkette in großem Maßstab verändern kann.
Ausgangssituation: Ein komplexes Vertriebsnetzwerk mit manuellen Prozessen und Einschränkungen.
Ein führendes Getränkevertriebsunternehmen in den Vereinigten Staaten betreibt ein umfangreiches Vertriebsnetz, über das Produkte von Produktionsstätten zu Zentrallagern und anschließend zu firmeneigenen Vertriebszentren, externen Logistikpartnern und schließlich zu großen Einzelhändlern wie Walmart, Amazon und anderen Direktkunden transportiert werden.
Das Unternehmen stand vor einer häufigen Herausforderung in der Lieferkette: Die Planung seines Netzwerks basierte in hohem Maße auf Tabellenkalkulationen, manuellen Auftragsuploads in SAP S/4HANA und begrenzten Möglichkeiten zur Optimierung der Lkw-Kapazitäten.
Die Herausforderungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Die Planer waren bei der Berechnung des Nachschubs auf Excel-Tabellen angewiesen, und die Ergebnisse mussten manuell in das Ausführungssystem kopiert werden.
- Die Planungszyklen waren lang – beispielsweise konnte die Planung von nur 10 Distributionszentren mehr als sechs Stunden dauern.
- Die Lkws wurden oft nur teilweise beladen losgeschickt, sodass die Auslastung der Lkw sehr gering war.
- Die Planer mussten pro Zyklus Hunderte von Bestellungen überprüfen, sodass ihnen nur wenig Zeit für wertschöpfende Aufgaben blieb.
Dies bedeutete, dass die Lieferkette nicht nur ineffizient, sondern auch kostspielig war, mit hohem Lageraufwand und einer hohen Arbeitsbelastung für die Planer.
ZIELE: INTELLIGENTERE, SCHNELLERE UND EFFIZIENTERE PLANUNG DER LIEFERKETTE
Vor diesem Hintergrund waren die Ziele des Projekts klar:
- Sicherstellen, dass die Produkte zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und in den richtigen Mengen ankommen.
- Maximierung der Transporteffizienz durch möglichst vollständige Auslastung der Lkw-Kapazitäten.
- Reduzierung der Lagerhaltungskosten durch Konsolidierung der Produktströme.
- Vereinfachung der täglichen Planungsarbeit durch die Ablösung manueller, tabellenbasierter Prozesse durch ein modernes, automatisiertes System.
Lösung: Transformation der Planung mit SAP IBP und Optimierung der Lkw-Auslastung.
Um diese Ziele zu erreichen, unterstützte concircle das Getränkevertriebsunternehmen bei der Implementierung von SAP Integrated Business Planning (IBP) – der cloudbasierten Planungsplattform von SAP, die Nachfrage-, Angebots-, Bestands- und Reaktionsplanung in einem einheitlichen System zusammenführt. IBP kombiniert fortschrittliche Analysen, Echtzeit-Simulationen, Kollaborationsfunktionen und ermöglicht es Unternehmen, Entscheidungen zur Lieferkette über alle Geschäftsfunktionen hinweg aufeinander abzustimmen.
Für dieses Projekt wurden zwei wichtige IBP-Module genutzt:
- Sales & Operations Planning (S&OP): zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage bei gleichzeitiger Sicherstellung der Zielbestände im gesamten Netzwerk.
- Response & Supply (R&S): zur Umsetzung des Nachschubbedarfs in ausführbare Aufträge und deren Optimierung zu Full Truckloads.
Der neue Prozess umfasst zwei Schritte:
- Der perfekte Nachschub wird anhand der Zielbestände an jedem Standort berechnet.
- Es wird eine Rundungslogik angewendet, um zusätzliche Produktmengen zu verschieben und so effiziente Komplettladungen (Full Truck Loads, FTL) zu schaffen. Für diese Optimierung werden nur relevante Produkt-Standort-Kombinationen berücksichtigt, um Präzision ohne unnötige Komplexität zu gewährleisten.
Das Ergebnis
Planer müssen nicht mehr Excel-Tabellen bearbeiten oder Aufträge manuell in das Ausführungssystem kopieren. Stattdessen müssen sie nun nur noch den vom System vorgeschlagenen Plan überprüfen und bestätigen, indem sie in IBP ein einfaches Freigabeflag setzen. Nach der Genehmigung erstellt das System automatisch alle entsprechenden Aufträge in SAP S/4HANA – sowohl Kundenaufträge für externe Partner als auch Bestellungen für interne Standorte. Es sind keine manuellen Dateneingaben, kein Kopieren und Einfügen, keine zusätzlichen Schritte mehr erforderlich.
Vorteile: Skalierbare Automatisierung, gesteigerte Planungsgeschwindigkeit und Fokus auf ausnahmebasierte Entscheidungsfindung.
Höhere Transporteffizienz
Lkws werden nun mit einer deutlich besseren Kapazitätsauslastung geplant, wodurch Leerraum reduziert und der Lagerumschlagbedarf gesenkt wird.
Skalierbare Automatisierung
Die Auftragserstellung wird weitgehend vom System übernommen, sodass Planer nicht mehr stundenlang Daten manuell eingeben und Tabellen pflegen müssen.
Schnellere Planungszyklen
Planungsläufe, die früher einen ganzen Tag in Anspruch nahmen, können nun in einem Bruchteil der Zeit durchgeführt werden, sodass sich die Planer auf höherwertige Tätigkeiten konzentrieren können.
Bessere Entscheidungsfindung
Mit einer zuverlässigen, automatisierten Basis können Planer mehr Zeit für strategische Verbesserungen aufwenden, anstatt sich mit sich wiederholenden operativen Aufgaben zu beschäftigen.
Ausnahmeorientierte Planung
Planer greifen nur noch ein, wenn es wirklich nötig ist. Warnmeldungen werden automatisch generiert und direkt in IBP-Dashboards, E-Mail-Posteingänge oder sogar MS Teams übertragen. So bleiben Planer auf dem Laufenden, ohne sich in Details zu verlieren.
Fazit
Mit SAP IBP als Rückgrat gelang es einem führenden Getränkevertriebsunternehmen, seine Lieferkettenplanung in den USA von einem manuellen, tabellenbasierten Prozess in ein hochautomatisiertes, optimiertes und ausnahmegesteuertes Modell zu transformieren.
Das Ergebnis sind nicht nur messbare Verbesserungen – optimierte Lkw-Auslastung, schnellere Planungszyklen und geringere Lagerkosten –, sondern auch eine nachhaltigere Arbeitsweise, bei der Planer weniger Zeit mit der Bewältigung von Krisensituationen und mehr Zeit mit der Schaffung von Mehrwert verbringen können.








